FRANKFURT (dpa-AFX) - Die zuletzt besonders gebeutelten Bankentitel haben
sich am Mittwoch deutlich erholen können. Unterstützend wirkte laut Börsianern
eine Studie der HSBC, in der die Strategen der Bank erstmals seit vier Jahren
wieder eine Übergewichtung europäischer Banken empfahlen. Davon beflügelt zogen
die Papiere der Commerzbank am Vormittag um 2,25 Prozent auf 1,684
Euro an- Die Titel der Deutschen Bank gehörten mit einem Aufschlag von 2,24
Prozent auf 34,450 Euro ebenfalls zu den Favoriten des Dax . Der
deutsche Leitindex stand derweil mit 0,68 Prozent im Plus bei 6.651,63 Punkten.
In den jüngsten vier Handelstagen war der Sektorindex Stoxx 600 Banks
um fast 10 Prozent abgerutscht, bevor er sich im aktuellen Handel um
0,60 Prozent stabilisierte. Die Schuldenkrise hatte sich mit deutlich
gestiegenen Risikoprämien besonders in spanischen und italienischen
Staatsanleihen wieder in den Vordergrund gedrängt. Unter der damit einher
gehenden Risikoscheu litten vor allem Finanztitel.
CHANCEN AUF TRENDWENDE DER NEGATIVEN GEWINNENTWICKLUNG
Fundamental sehen die HSBC-Strategen jedoch Anlass zu vorsichtigem
Optimismus: Die Gewinne im Bankensektor seien seit dem Hoch 2007 auf ein Drittel
zusammengebrochen, aktuell gebe es jedoch Anzeichen für eine nachlassende
Negativdynamik, so Stratege Peter Sullivan. Banken stünden in der Gunst der
Anleger ganz hinten, die Analysten hätten mehrheitlich negative Empfehlungen
abgegeben und auch große Fonds seien massiv untergewichtet. Zudem stünden die
Kurse unterhalb des Buchwerts, fasste Sullivan die positiven Aspekte zusammen.
Die Chance einer Bodenbildung der Bankengewinne besteht dem Experten zufolge,
solange sich das Wirtschaftswachstum der Eurozone nicht um zwei Prozent
abschwächt. Jedes Anzeichen einer Trendwende bei den Ergebnissen könnte
entsprechend starke Auswirkungen auf die Kurse haben.
Auch Andreas Lipkow, Händler bei MWB Fairtrade, hält die Probleme der
Schuldenstaaten von den Anlegern mit Blick auf die Bankenbranche für
überbewertet. "Die Auswirkungen auf die europäischen Banken sind zu gering, um
das derzeitig sehr günstige Kursniveau weiter rechtfertigen zu können", so
Lipkow.
'ES BRAUCHT NICHT VIELE GUTE NEUIGKEITEN FÜR EINE NEUBEWERTUNG'
Sullivan räumt in seiner Studie zwar mit Blick auf die bestehenden Risiken
ein, dass die Empfehlung einer Übergewichtung möglicherweise etwas früh komme.
"Auf dem aktuellen Bewertungsniveau braucht es jedoch nicht viele gute
Nachrichten, um eine Neubewertung auszulösen", so der Experte. Ein möglicher
Kurstreiber sei die genannte Stabilisierung der Gewinne, die durchaus bereits im
nächsten oder übernächsten Quartal erkennbar werden könnte.
11.04.2012 | 14:51 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Wincor
Nixdorf vor Quartalszahlen von 37,50 auf 34,00 Euro gesenkt und die
Einstufung auf "Hold" belassen. Der Umsatz dürfte im Jahresvergleich um zwei
Prozent gesunken sein, der Betriebsgewinn (EBIT) gar um zehn Prozent, schrieb
Analystin Yasmin Moschitz in einer Studie vom Mittwoch. Den Ausblick sollte der
Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen wohl eher etwas vorsichtiger
formulieren, da Umsatz- und Gewinnsteigerungen unwahrscheinlich seien. Das
anhaltend schleppende Geschäft werfe zudem die Frage nach möglichen
Umstrukturierungen auf.
11.04.2012 | 14:38 Uhr
DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Die HSBC hat Drillisch von
"Overweight" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 7,00 auf 10,00 Euro
angehoben. Die Aktien seien mittlerweile fair bewertet, schrieb Analyst Dominik
Klarmann in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Zielrevision reflektiere die
gestiegene Freenet-Beteiligung des Unternehmens sowie höhere Gewinne. Drillisch
wandle sich von einem reinen Mobilfunkdienstleister zu einem virtuellen
Netzbetreiber (MVNO), der vom Smartphone-Boom profitiere.
11.04.2012 | 14:38 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Strategen der britischen Investmentbank HSBC haben
die Einstufung für europäische Banken auf "Overweight" angehoben. In einer
Studie vom Mittwoch raten sie damit erstmals seit vier Jahren zu einer
Übergewichtung der Aktien von Geldinstituten.
11.04.2012 | 14:22 Uhr
LONDON (dpa-AFX Broker) - JPMorgan hat das Kursziel für Metro von
39,90 auf 28,43 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Die
Gewinnqualität lasse nach, die Dividende werde mit Schulden gezahlt und die
wichtigen Sparten Cash&Carry sowie Media-Saturn schwächelten, schrieb Analyst
Matthew Truman in einer Studie vom Mittwoch. Vor diesem Hintergrund habe er
seine Gewinnerwartungen für 2012 und 2013 reduziert, die nun nun teils deutlich
unter den Marktschätzungen lägen. Wegen des Aufwärtspotenzials der Aktien von 16
Prozent sei es aber beim neutralen Votum geblieben.
11.04.2012 | 14:07 Uhr
LONDON (dpa-AFX) - Merrill Lynch hat EADS auf seine
Liste Europe 1 mit stark überzeugenden Werten gesetzt und die Empfehlung "Buy"
belassen. Das Kursziel wurde von 36,00 Euro auf 42,00 Euro angehoben (Kurs:
30,43 Euro). Das Entwicklungsprogramm für den A350XWB laufe besser als bisher
gedacht, schrieb das Analystenteam um Celine Fornaro in einer am Mittwoch
vorgelegten Studie. Nach einer Besichtigungstour bei den involvierten Firmen
Airbus, GKN und Rolly-Royce <RR..ISE> sei das Expertenteam enorm
beeindruckt vom aktuellen Stand. Da das Programm besser laufe als vorhergehende,
sollte sich die Aktie entsprechend entwickeln. Dies mache eine Neubewertung
erforderlich.
11.04.2012 | 13:41 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat Alcoa nach
Zahlen zum ersten Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 10,00 US-Dollar
belassen (Schlusskurs Dienstag: 9,31 Dollar). Der US-Aluminiumkonzern, der am
Vorabend nach Börsenschluss die Berichtssaison in den Vereinigten Staaten
eröffnete, habe seine Prognose und die Markerwartung beim bereinigten
verwässerten Gewinn je Aktie übertroffen, schrieb Analyst Jorge Beristain in
einer Studie vom Mittwoch.
11.04.2012 | 12:37 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Milliardenauftrag für die Tochter Airbus und ein
positiver Analystenkommentar haben am Mittwoch der Aktie von EADS
solide Gewinne beschert. Das im MDAX notierte Papier des
Luft- und Raumfahrtkonzerns kletterte bis zum frühen Nachmittag um 1,95 Prozent
auf 30,28 Euro, an der Euronext legte die Aktie um 2,05 Prozent auf 30,335 Euro
zu. In Frankfurt ging der Index für die wichtigsten 50 mittleren Werte nach
Verlusten am Vortag auf Erholungskurs und stand zuletzt mit 1,16 Prozent im Plus
bei 10.452,67 Punkten.
11.04.2012 | 11:53 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von einer negativen Studie der britischen
Bank HSBC haben die Aktien von Pfeiffer Vacuum am Mittwoch
überdurchschnittlich verloren. Bis zum späten Vormittag sanken die Papiere des
Spezialpumpenherstellers um 1,88 Prozent auf 83,70 Euro und gehörten damit zu
den schwächsten Werten im TecDax . Der Auswahlindex für
Technologiewerte büßte derweil 0,33 Prozent auf 761,33 Punkte ein.
11.04.2012 | 11:03 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Autowerte haben am Mittwoch nach der Vorlage von
Absatzzahlen zu den besonders begehrten Papieren im Dax gezählt. Die
"guten bis sehr guten" Verkäufe aus dem Monat März hätten das Vertrauen in die
Branche gestützt, sagte Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Die
Kursverluste vom Vortag bügelten sich so wieder aus. Die Volkswagen-Vorzüge
kletterten in den ersten Handelsstunden um 2,72 Prozent auf 128,50
Euro. Auch BMW und Daimler verteuerten sich um knapp zwei
Prozent. Gezogen wurden die Papiere nach Expertenansicht aber auch von der
allgemeinen Erholung am Markt. Der Dax stand nach dem deutlichen Verlust vom
Vorabend zuletzt wieder mit 0,89 Prozent im Plus bei 6.665,29 Punkten.