01.06.2012 | 20:20 Uhr

Aktien New York: Talfahrt geht weiter - Schwache Konjunktursignale

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts weltweit schwächelnder Konjunktursignale habe die US-Börsen am Freitag ihre Talfahrt der vergangenen Tage fortgesetzt. Nach negativen Arbeitsmarktdaten aus den USA und wegen der eingetrübten Indikatoren aus Europa und China baute der Dow Jones Industrial im Handelsverlauf seine Verluste auf minus 2,05 Prozent auf 12.139,87 Punkte aus. Die sich verschlechternde Stimmung hatte dem Leitindex bereits im Mai einen Verlust von über sechs Prozent eingebrockt. Das waren die größten Einbußen seit 24 Monaten. "Wir sind an einem sehr prekären Punkt angelangt, die Stimmung ist extrem schlecht", sagte ein Börsianer in den USA.

Für den marktbreiten S&P 500-Index ging es zuletzt um 2,28 Prozent auf 1.280,47 Zähler abwärts. An der technologielastigen Nasdaq-Börse rutschte der Composite Index um -2,70 Prozent auf 2.751,12 Punkte ab, und der Auswahlindex Nasdaq 100 <NDX.X.NQI> verlor 2,43 Prozent auf 2.463,63 Punkte.

"Die Liste der negativen Nachrichten wird immer länger", sagte ein weiterer Marktbeobachter mit Blick auf die jüngsten Unsicherheitsfaktoren. Zu den Sorgen um die Eurozone hätten sich nun die sich weltweit eintrübenden konjunkturellen Anzeichen hinzugesellt. Gemäß dem offiziellen Arbeitsmarktbericht vom Freitag sind in den USA im Mai viel weniger Jobs geschaffen worden als erwartet. Im Monatsvergleich stieg die Beschäftigung um 69.000 Stellen, während Volkswirte mit einem Zuwachs um 150.000 Stellen gerechnet hatten. Zudem war die Arbeitslosenquote im Mai überraschend gestiegen.

Hinzu kamen als Belastung schwache Einkaufsmanagerindizes aus Spanien und England sowie die Stimmung in der chinesischen Industrie, die sich stärker verschlechtert hatte als von Volkswirten erwartet. Auch der eine halbe Stunde nach Börseneröffnung veröffentlichte ISM-Einkaufsmanagerindex sank stärker als erwartet.

Inzwischen schallen von vielen Seiten wieder laute Rufe nach der amerikanischen Notenbank. Am greift wieder die Hoffnung um sich, die Fed könne mit einem dritten Programm zur monetären Lockerung (QE3) doch noch der US-Wirtschaft unter die Arme greifen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die obersten Währungshüter zu dieser ankurbelnden Maßnahme greifen werden, sei gestiegen, sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Dies zeige sich derzeit unter anderem auch an dem steigenden Goldpreis, da das Edelmetall als Inflationsabsicherung gesehen wird.

Im Dow war das Kurstableau durchweg rot. Besondere Schwäche zeigten vor allem Banken und Finanzwerte. Bank of America , American Express und JPMorgan verbuchten die größten Einbußen, die Titel gaben zwischen dreieinhalb und viereinhalb Prozent nach.

Um gut viereinhalb Prozent abwärts ging es auch für die Aktien von Hewlett-Packard . Die Papiere des weltgrößten Computerherstellers litten überdies unter einer Analystenherabstufung. Jefferies-Analyst Peter Misek senkte seine Empfehlung von "Buy" auf "Hold".

Der steigende Goldpreis verschaffte den Branchenaktien dagegen besonderen Auftrieb: Im S&P 500 schossen Newmont Mining um knapp acht Prozent in die Höhe und führten damit den Index an. Größter Gewinner im Nasdaq-100-Index waren Randgold Ressources mit einem Aufschlag von gut neuneinhalb Prozent.

Facebook-Papiere rutschten erneut unter die Marke von 28 Dollar. Sie standen zuletzt mit gut sechseinhalb Prozent im Minus bei 27,71 Dollar. Nach der jüngsten Talfahrt hatten die Titel des sozialen Netzwerks am Vortag noch eine Kursrally von mehr als fünf Prozent hingelegt.

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Aktien

  • 04.06.2012 | 08:33 Uhr

    Aktien Frankfurt Ausblick: Zum Wochenstart im Minus - Konjunkturdaten im Fokus

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Wegen schwacher Vorgaben aus Übersee dürfte der deutsche Aktienmarkt seine Talfahrt am Montag ungebremst fortsetzen. Nachdem der Dax in der Vorwoche rund viereinhalb Prozent verloren hatte, dürfte der Leitindex erstmals seit Januar wieder unter die 6.000-Punkte-Marke rutschen. Der X-Dax als vorbörslicher Indikator deutete für den Dax gegen 8.05 Uhr eine 1,10 Prozent niedrigere Eröffnung an.

  • 04.06.2012 | 08:25 Uhr

    Aktien Europa Ausblick: Abwärtsdruck wegen Konjunktursignalen setzt sich fort

    PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach den deutlichen Kursverlusten aus der Vorwoche deuten sich an den europäischen Börsen zum Wochenauftakt weitere Abschläge an. Angesichts schwacher Vorgaben aus Übersee wies der Future auf den EuroStoxx 50 gegen 8.15 Uhr auf einen weiteres Minus von 0,87 Prozent hin. In der Vorwoche hatte das Kursbarometer der Eurozone ein Minus von mehr als vier Prozent erlitten und am Freitag im Handelsverlauf den tiefsten Stand seit September 2011 erreicht. In London wird zum Wochenauftakt wegen eines Feiertags nicht gehandelt. "In New York haben die Indizes nahe ihres Tiefs geschlossen und in Asien haben sie weitere Verluste erlitten", so der Hinweis der Experten von Close Brothers Seydler Research in Bezug auf die schwachen Vorgaben. Auch charttechnisch habe sich die Situation der wichtigsten Indizes weiter eingetrübt und dies spiele den Bären zusätzlich in die Karten. Weitere Marktteilnehmer forderten zur Marktberuhigung ein global koordiniertes Eingreifen der Notenbanken - im Laufe der Woche dürften deshalb die Zinsentscheide in Europa im Fokus stehen.

  • 04.06.2012 | 08:01 Uhr

    Aktien Asien: Kursrutsch wegen global eingetrübter Konjunktursignale

    HONGKONG/MUMBAI/SHANGHAI/SINGAPUR/TOKIO (dpa-AFX) - Die asiatischen Aktienmärkte sind am Montag mit kräftigem Verkaufsdruck in die neue Woche gestartet. Die Kurse folgten damit dem vom weltweit schwachen Konjunktursignalen ausgelösten Kursrutsch an den Handelsplätzen in Europa und in den USA vom Freitag. "Schwache US-Wirtschaftsdaten sowie die Abkühlung der Wirtschaft in China gesellt sich zur eskalierenden Schuldenkrise in Europa", sagte ein Marktbeobachter. "Im Paket bedeutet dies: Wir brauchen ein global koordiniertes Eingreifen der Notenbanken, um die Märkte zu beruhigen", so der Börsianer.

  • 04.06.2012 | 07:39 Uhr

    dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Weite schwach erwartet

    FRANKFURT (dpa-AFX) ------------------------------------------------------------------------------- AKTIEN -------------------------------------------------------------------------------

  • 01.06.2012 | 22:54 Uhr

    INDEX-MONITOR: Deutsche Börse verliert Platz im EuroStoxx 50 - ASML rückt auf

    ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Deutsche Börse verliert ihren Platz im EuroStoxx 50 an den Chipausrüster ASML . Wegen der neuen Fast-Entry-Regel ersetzen die Papiere des niederländischen Unternehmens ab 18. Juni die Aktien des Dax-Konzerns in dem Auswahlindex der Eurozone wie der Indexersteller Stoxx Ltd. am Freitagabend in Zürich mitteilte. Zugleich verdrängen die Papiere des französischen Augenoptik-Spezialisten Essilor International die Aktien der Telecom Italia aus dem Index. Zuvor hatten auch die Papiere von Carrefour und Nokia als Abstiegskandidaten gegolten.

  • 01.06.2012 | 22:42 Uhr

    ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow auf Dezember-Niveau - Schwache Konjunktur

    NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts weltweit schwacher Konjunktursignale hat der Dow Jones Industrial am Freitag den höchsten Tagesverlust dieses Jahres verbucht. Nach negativen Arbeitsmarktdaten aus den USA und wegen der eingetrübten Indikatoren aus Europa und China verabschiedete sich der US-amerikanische Leitindex mit einem Abschlag von 2,22 Prozent auf 12.118,57 Punkten aus dem Handel. Damit hat der Dow sämtliche Gewinne dieses Jahres abgegeben und steht wieder auf dem Niveau von Ende Dezember 2011. "Wir sind an einem sehr prekären Punkt angelangt, die Laune der Anleger extrem schlecht", sagte ein Börsianer in den USA.

  • 01.06.2012 | 22:34 Uhr

    Aktien New York Schluss: Dow auf Dezember-Niveau - Schwache Konjunktursignale

    NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts weltweit schwacher Konjunktursignale hat der Dow Jones Industrial am Freitag den höchsten Tagesverlust dieses Jahres verbucht. Nach negativen Arbeitsmarktdaten aus den USA und wegen der eingetrübten Indikatoren aus Europa und China verabschiedete sich der US-amerikanische Leitindex mit einem Abschlag von 2,22 Prozent auf 12.118,57 Punkten aus dem Handel. Damit hat der Dow sämtliche Gewinne dieses Jahres abgegeben und steht nun wieder auf dem Niveau von Ende Dezember 2011. "Wir sind an einem sehr prekären Punkt angelangt, die Laune der Anleger extrem schlecht", sagte ein Börsianer in den USA.

  • 01.06.2012 | 19:36 Uhr

    Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich - Schwache Konjunkturdaten

    MOSKAU/WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX) - Schwache Konjunkturdaten aus Europa, China und den USA haben an den meisten osteuropäischen Börsen am Freitag auf die Kurse gedrückt. Einzig der Handel in Budapest konnte sich gegen den schwachen Trend stemmen. In Moskau setzte der RTS-Index seine Talfahrt fort und fiel um 1,19 Prozent auf 1.227,65 Punkte. An der Prager Börse gab der Leitindex PX PX 0,74 Prozent auf 859,2 Punkte nach.

  • 01.06.2012 | 18:38 Uhr

    ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Eurostoxx fällt auf Achtmonats-Tief

    PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Schwache Wirtschaftsdaten aus Europa, China und den USA haben den EuroStoxx 50 am Freitag auf den tiefsten Stand seit Ende September 2011 geschickt. Der europäische Leitindex rutschte unter die Marke von 2.100 Punkten und beendete die Sitzung mit einem Abschlag von 2,37 Prozent auf 2.068,66 Punkte. Binnen Wochenfrist hat das Kursbarometer damit mehr als vier Prozent eingebüßt. Auch in Frankreich und Großbritannien rutschten die Indizes weiter ab: In Paris sackte der Cac 40 um 2,21 Prozent auf 2.950,47 Punkte. In London verlor der FTSE 100 1,14 Prozent auf 5.260,19 Zähler.

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